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Parfümerie Wigger
Kaiserstr. 100 44135 Dortmund Tel.: 0231/52 49 62 Fax: 0231/55 34 91 |

Das Geschäft von NEZ A NEZ befindet sich im Herzen des historischen Marais-Viertels in Paris. Das Konzept der Marke ist ebenso originell wie seine Düfte, die, begleitet von poetischen Texten, eine lyrische Welt entstehen lassen.
Jenseits der ausgetretenen Pfade und bekannten Referenzen lassen die Kreateure ihren Impulsen freien Lauf. Die Düfte finden auf diese Weise ihre eigene Identität, die sich ungehindert und explosiv entfaltet. Die Kompositionen von NEZ A NEZ sind einzigartig, begehrt und egoistisch. Sie wurden kreiert, um Leidenschaft zu entfesseln und eine sinnliche Vereinigung zwischen Künstler und Muse anzubahnen.
In das Universum von NEZ A NEZ einzutauchen und sich darin zu verlieren bedeutet, sich komplizenhaft den Kreateuren anzuschließen und gemeinsam mit ihnen den Zeitgeist unseres Jahrhunderts zu erkunden.
NEZ A NEZ setzt auf chice Naturtöne und nüchterne Glasflakons und kombiniert auf kühne Weise Malerei und Poesie, die als Verbündete der duftenden Elixiere auftreten. Die zehn Eaux de Parfum werden in rechteckigen transparenten Glasflakons zu 100 ml präsentiert, die bewusst schlicht gehalten sind, um der Identität der Parfums freien Raum zur vollen Entfaltung zu geben.
Diese Begriffe definieren die Positionierung der Marke. Weder Intellektualität noch Manierismen sind gefragt, wenn es um die Wertschätzung für ein Parfum geht. Der Geruchssinn beruht auf ursprünglichen Prinzipien. Ein Spiel der Gerüche, in dessen Zentrum die Berührung steht.
Berühren meint sich annähern, um zum Wesen der Dinge vorzudringen – so wie impressionistischen Gemälde durch wenige, großzügige Pinselstriche und Farben die Essenz einer Stimmung abbilden, eine persönliche Wahrnehmung skizzieren. Die Parfums zeichnen sich durch eine rohe und unverfälschte Eleganz aus. Sie sind originell, ohne ins Exzentrische abzugleiten und heben sich bewusst vom konventionellen Angebot auf dem Duftmarkt ab.
Die Kompositionen basieren überwiegend auf natürlichen Duftessenzen, die sorgfältig ausgewählt wurden, um den Kreationen ein komplexes Spektrum an Facetten zu verleihen. Die hochwertigen natürlichen Rohstoffe schenken den Parfums eine schillernde und zugleich subtile Tiefgründigkeit.
NEZ A NEZ kreiert Visionen von Düften, zu denen sich Stéphane HUMBERT LUCAS vom Austausch von Farben und Gefühlen inspirieren ließ und deren olfaktorischer Entsprechung er nachgespürt hat. Die einzelnen Kompositionen wurden zunächst in Bildern imaginiert. Christa PATOUT und Stéphane HUMBERT LUCAS sind dabei wie Drehbuchautoren vorgegangen, die vom Einstieg bis zur Ausarbeitung der Details eine Geschichte skizzieren und schließlich zur Vollendung bringen. Die Protagonisten und Metaphern wurden bewusst so gewählt, dass sich die individuelle Interpretation uneingeschränkt entfalten kann. Bei den Düften handelt es sich gewissermaßen um‚ Akteure´, die sich durch unterschiedliche Farben, Charakterzüge und Sprachen vermitteln.
Sie teilen sich auf immaterielle und dennoch menschliche Weise mit.
Vitales Grün, intensives Gelb, tragisches Rot und mehrdeutiges Violett: Die Zeichnungen, Skizzen und Photographien haben Farben angenommen. Düfte und Farben vereinigen sich und entwickeln sich zu einem Medium. Die Komposition der Düfte und die ihnen zugrunde liegenden Bilder bereichern sich gegenseitig und wurden für ein inspirierendes und harmonisches Gleichgewicht aufeinander abgestimmt.
Christa PATOUT widmet sich nach einem Studium der Anthropologie dem Reisen und sammelt die Erinnerung daran in Form von Hunderten von Gerüchen.
Stéphane HUMBERT LUCAS malt und schreibt. Er interessiert sich für die Tonalität von Gerüchen und lässt sich bei seinen Gemälden von ursprünglichen olfaktorischen Empfindungen leiten.
Das Paar findet sich in der gegenseitigen Betrachtung ihrer individuellen Düfte und Bilder.
NEZ A NEZ bewegt sich zwischen Licht und Schatten und verbindet Christa Patouts Erfahrungen mit Stéphane Humbert Lucas’ stiller Interpretation.

Im köstlichen Wohlgeruch offenbaren wir uns.
Die Gelüste und Emotionen berühren und verbreiten sich.
Der Amber betrügt spontan und gemeinsam mit dem Leder das schöne Patchouli mit einer geschmeidig gewandten Erdbeere. Die Drei verlieren sich in einem warmen, mauvefarbenen Nebel. Die Brombeere gleitet an einer nach Vanille duftenden Wand entlang, um sich im Herzen der Wollust niederzulassen. Himbeeren beobachten die Szene in der Spiegelung eines glänzenden Brieföffners.
Aber das Temperament ist allen gemeinsam. Einstimmig geben die Vereinigungen einen einzigen olfaktorischen Charakter wider: Man kann es sich nicht gut genug gehen lassen.
Ein Duft wie eine verbotene Frucht. Dieses Parfum fragt nicht, es bedient sich.
Spontaneität – Entschlossenheit – Fantasie
Kopfnoten
Brombeere – Erdbeere – Walderdbeeren – Karamell
Herznoten
Himbeere – Virginischer Wacholder – Zimtholz
Basisnoten
Tonka-Bohnen – Schwarze Vanille – Patchouli – Russisch-Leder
Ein feuchtes Gewölbe, faszinierend und beunruhigend zugleich, durch das eine steinerne Treppe hinunterführt. Man steigt hinab, tritt ein. Beschriftete Schachteln, Leinwände und Bücher. Ein Überseekoffer von den Antillen, die Erinnerung an eine frühere Reise. Stifte und gebrochene Minen, sorgfältig aufgereiht. Ein sternförmiger Pinsel, ein weiterer in einem Glas. Daneben eine vergessene Zitronenhälfte. Ein lieblicher Duft, Wein, ein Ledersessel. Hüllen und Leinwände. Eine Kerze. Der Künstler zeichnet und sucht. Die Schatten flackern, der Schein des Lichts verfeinert das Fremde. Die Demut verwandelt sich in einen Minotaurus an der Wand. Im Kamin verbrennt langsam das Akkordeon aus Armenien. Der aufsteigende Rauch umarmt den Duft des Weihrauchs und gemeinsam kriechen sie Stein und Salpeter entlang. Der Körper gibt seine Farben. Der Geist betrachtet die Flamme und eine nervös kratzende Klinge nimmt sich der Malerei an. Zum Minotaurus gesellt sich Schüchternheit.

Vereinigung – Scham – Intuition
Kopfnoten
Rum – Cognac – Rote Weintrauben
Herznoten
Wacholder – Patchouli-Blätter – Vetiver-Wurzel – Himbeere
Basisnoten
Tabak – Kaffeebohnen – Heliotrop – ledrige Noten
Die Haut handelt instinktiv. Der Moschus ist zu stolz, um sich vom aufgebracht wilden Amber abdrängen zu lassen. Im gegenseitigen Einvernehmen tanzen sie einen leidenschaftlichen Walzer. Der Kopf dreht sich nicht. Der Moschus hält die animalische Welt in respektvollem Atem, vielmehr liebt und verkörpert er sie auf elegante Weise. Ein intensiv nach Vanille duftender Kräuterlikör, samtig und delikat zugleich. Die Wiedergeburten einer hitzigen und abgebrühten Raubkatze.
In diese Hitze mischen sich konkrete Substanzen. Eine Charakterrolle, eine Stilübung als Chamäleon, inspiriert von einer Lakritzestange. Sie trägt ein Gewand aus Sand und die schwarze Sonne, sehnsüchtig und begehrenswert, verbrennt als Opfergabe langsam eine Zitrusfrucht.

Instinkt – Sinnlichkeit – Charme
Kopfnoten
Bergamotte – Lakritze
Herznoten
Zimt – Kirschkerne – Magnolia – Ylang – Rose
Basisnoten
Benzoeharz – Leder – Tolu-Balsam – Vanille – Moschus
Rote Johannisbeere und Brombeere geben sich zart, aber nicht schüchtern. Die wild romantischen Beeren sind blaue, gelegentlich sogar ins Violette tendierende Blumen. Ihre Verbindung lässt Finesse und Empfindsamkeit in einer pastellfarbenen Milch entstehen. Eine köstliche Sünde lockt sie an. Es entsteht eine unwiderstehliche Melange. Die Früchte wehren sich anfangs, um schließlich doch in dem weißen Segel zu verschmelzen. Auf dieser großzügigen und wohlmeinenden Matrix schwimmen unsere Beeren und flüstern sich die Geschichte der Konfitüren in einem Bad aus Blüten zu.

Imagination – Abenteuer – Entschlossenheit
Kopfnoten
Rote Johannisbeere – Brombeere – Schwarze Johannisbeere – Maracuja
Herznoten
Orangenblüten – Jasmin – Kirsche aus Barbados – Nektarine
Basisnoten
Kokosnuss-Saft – Himbeerstrauch – Mandel – Honig
Die Vitalität der Pflanzen. Ihre Energie ist allgegenwärtig. Die Blätter wehen im Wind und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Das heimliche Einvernehmen mit dem Duftenden Mariengras gibt dieser grünen, von Farnen geprägten Explosion eine solide Konstitution. Angeregtes Geplauder und ewige Bewegung. Die Entschlossenheit macht sich laut und deutlich bemerkbar. Das Publikum kennt kein Pardon, doch diese Gewandtheit ist atemberaubend. Mandeltropfen lassen eine neue sprudelnde Persönlichkeit entstehen. Um die Stille und entspannte Ruhe dieser Kulissen schätzen zu können, bedarf es einer guten Entschuldigung. Es herrscht eine große Nachfrage nach diesen amüsanten und spontanen Gedanken, die unmittelbar hervorbrechen. Man sollte sich dennoch auf diesen Weg wagen. Es ist die Herausforderung, die anregt und vorantreibt. Das Bedürfnis, die Grenzen zu überschreiten und die Verblüfften zu verwirren, ist unwiderstehlich. Diese lodernden Funken bringen stets fruchtbare Gedanken hervor. Die Triebe gedeihen hervorragend auf diesem Boden der Inspiration. Sie schöpfen aus dem Sediment, um unaufhaltsam dem Licht entgegen zu streben.

Sensibilität – Markant – Episch
Kopfnoten
Duftendes Mariengras – Feigenblätter – Petit Grain
Herznoten
Feige – Kiwi – Rhabarber
Basisnoten
Zedernholz – Sandelholz – Moschus
Das Kleid dieses Parfums ist ein Wald: Er ist dicht, aber nicht undurchdringlich.
In ihm spiegelt sich die Anziehungskraft des eigenen Raums und seiner diskreten Grenzen wider. Die Säfte sind deutlich wahrnehmbar und nähren die Vorahnung weiterer Leben, deren Spuren auf den im Unterholz verankerten Traditionen ruhen. Unter das Laub blicken und mit zarten Händen und ohne Gerät das Brachland bestellen. Die Faszination, die die Natur mit ruhiger Kraft ausübt.
Diese Komposition ruht auf einem Boden ausgewogener holziger Noten. Seine Ackerfurchen bergen Geheimnisse. Das Parfum erzählt diese auf leise Art, ohne jemals geschwätzig zu werden. Es obliegt der Umgebung, diesen zu lauschen und die Rinde zu lesen.

Hartnäckigkeit – Betrachtung – Intellektualität
Kopfnoten
Grapefruit – Lakritze
Herznoten
Haselnuss – Zedernholz – Zimt – Chlorophyl
Basisnoten
Amber – Leder – Vanille
Licht dringt durch das Gebälk des Dachbodens, Firmament der Erinnerungen und Geheimnisse. Leise murmelnd erzählt er von Heldenepen. Der Ort – die einen verfluchen ihn, die andern tragen ihn im Herzen – ist stiller Schauplatz eines lebhaften Festmahls. Sein hölzernes Gewölbe bildet die äußerste Grenze, die die Menschen vom Himmel trennt. Zwei Bäume streicheln die moosigen Ziegel und durchbrechen die fragilen Stellen dieses hölzernen Käfigs. Die Gäste wiegen animiert hin und her, während eine junge Frau lautlos die Treppe hinaufsteigt. Die Planken ächzen, und eine Türe öffnet sich mit knarrendem Geräusch. Eine Wolke aus schillernden Staubflocken fegt durch das Gurren und die mit Anis gewürzten Sterne hindurch. Diese Pflaume mit den mandelgleichen Augen verströmt einen geheimnisvoll süßen Duft. Die rötlichen Sonnenstrahlen tanzen entlang der Balken; es scheint, als wärmten Sie das Gesicht einer Puppe, die einen Panama-Hut trägt. Dieses tiefverwurzelte Haus ruht auf der Begegnung zweier Buchen.

Kopfnoten
Sternanis – Mandarine – Zimt – Gewürznelke
Herznoten
Sandelholz – Vetiver – Patchouli – Zedernholz – Guajakholz – Jarcanda
Basisnoten
Pflaume – Leder – Moschus
Die Iris wächst auf einem Boden aus Kakao, doch möchte sie nicht unbemerkt bleiben. Kaiserliche Schokolade begleitet sie wie ein Pygmalion, ohne einen Schatten auf sie zu werfen. Stärke und Zartheit umwerben sich. Eine Mischung aus Pudern, ein Blume im Ausgang der Kanone. Über den Schultern einer kostbaren Waffe liegt eine weiße Fahne. Die Protagonisten dieses Duftes verehren sich gegenseitig. Die Iris bewegt sich frei, ihre Wurzeln fühlen sich wohl auf diesem luftigen Boden. Es besteht kein Anlass, die Verständigung zu forcieren – die Weisheit ist über jeden Zweifel erhaben.

Authentizität – Gleichgewicht – Kontemplation
Kopfnoten
Zitrone – Kumquat – Orangenblüten
Herznoten
Iris – Karo Karounde – Veilchen – Kakaoblüten
Basisnoten
Benzoeharz – Vetiver-Wurzel – Kakaobohnen
Die Blume durchdringt eine Welt der Sinneseindrücke. Die Gewürze schmiegen sich dicht an die Blütenblätter. Die Rose gibt sich wie eine Schmetterlingspuppe. Zu Recht – ihr Magma wird zu Füßen einer Persönlichkeit den Heldentod sterben, überwältigt von derartiger Eleganz. Narziss wäre diese florale Glut verborgen geblieben. Er sah nichts als das Feuer, so eingenommen war er von seinem züngelnden Widerschein. Die Glut, zart und golden, ist die Komplizin des Schmetterlingjägers. Der Kelch gibt, fast wie eine Opfergabe, bis zuletzt einen unverschämten Nektar frei. Sorgfältig in der Ausführung und heroisch im Gedächtnis verankert. Die Erinnerung daran wird seine Zunge verbrennen.

Kühnheit – Romantik – Exklusivität
Kopfnoten
Kardamom – Kreuzkümmel – Pfeffer – Zimt
Herznoten
Rose
Basisnoten
Patchouli – Zedernholz – Vetiver – Harze
Der transparente Duft von Vanille steigt aus einem Zitronentee auf. Ein Hauch Jasmin. Seine zart-süßliche Wärme, elegant und etwas frech zugleich, schlängelt sich zwischen Segeln und Wollfilz. Das Parfum eines Tempels voller tanzender Fresken, die das Schöne und Zarte lieben. Ich löse mich auf und dennoch bin ich hier. Der Rundgang ist weitläufig und stammt aus Byzanz oder Phönizien. Seine Ästhetik, hervorgegangen aus der Neuen Welt, lässt zahlreiche Geheimnisse erahnen. Ein Wirbelwind wirft den Höflingen und Neidern mit Gewürznelken gespickte Orangen zu. Dieser Duft entthront die Reliquien und liebt dennoch das Alte, während er Jugendstil und zeitgenössische Kunst umgarnt. Ein Duft, der die Weisen leitet. Sie tauschen sich aus, kommunizieren, während er sich präsentiert, ohne je seine Geheimnisse preiszugeben. Das Parfum ist die Botschafterin der Betrachtungen, eine Sammlerin der Moderne, zwischen Design und Wandteppichen. Ein verführerisch sinnlicher Tanz. Das Elixier bietet sich nun einem Kenner dar. Die Teetasse hält sie zurück, doch die Vanille umschmeichelt die Sinne...

Idealismus – Perfektionismus – Stolz
Kopfnoten
Eisenkraut – Rosmarin – Earl Grey Tee
Herznoten
Jasmin-Tee – Zedernholz – Guajak-Holz
Basisnoten
Vanille – Benzoeharz – Honig – Tonka-Bohnen
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